Häufige Fragen

Das kommt natürlich auf die Gebindegröße an – ok, darauf wärt Ihr auch so gekommen… 🙂

Also, vorneweg – unser FERMENDO-Dünger ist im Vergleich zu vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Wasserpflanzendüngern wirklich hochdosiert. Wir fanden es von Anfang an nicht sinnvoll, unnötig viel Wasser zu verpacken und zu verkaufen. Die hohe Dosierung reduziert Verpackung und Gewicht und somit auch Kosten beim Versand. Nicht zuletzt freuen sich Paketboten und natürlich auch die Kunden über weniger Gewicht beim Transport…

Jetzt zur Frage, wieviel Dünger bestelle ich dann für meinen Bedarf?

Unser FERMENDO BASIS-Dünger wird mit 10 ml auf 100 Liter Aquarienwasser dosiert, oder eben 1 ml auf 10 Liter.
Eine 1 L-Flasche reicht demnach für 10.000 L Aquarienwasser. 
Wer z.B. ein 100 L-Becken hat und nach einem wöchentlichen Teilwasserwechsel von ca. 30 % nach Anweisung düngt, kommt mit seiner 1.000 ml-Flasche 100 Wochen aus. Das wären also fast 2 Jahre… Ok, kein Problem, der Dünger hält sich schon auch solange. In diesem Fall wäre es aber vielleicht doch sinnvoller, eine kleinere Flasche zu bestellen, z.B. 500 ml (bei dem 100 L-Becken demnach rund 50 Wochen, also ein knappes Jahr).

Diese Rechnung relativiert dann auch den Preis, von dem der eine oder andere zuerst denken wird, oh, der ist aber viel teurer als die Produkte der Mitbewerber… :-).

Der FERMENDO DAY ist noch einmal höherdosiert: 1 ml auf 100 Liter AQ-Wasser.
DAY ist als Tagesdünger konzipiert. So könntet Ihr also täglich ca. 1 ml DAY in Euer 100 L-Becken geben und kommt mit einer 250 ml-Flasche rund 250 Tage aus…

 

 

Unser Schwimmender Aufzuchtkasten dient primär der Aufzucht von Jungfischen. Er kann natürlich auch für einzelne Fische, Garnelen oder Krebse z.B. zur gezielten kurzzeitigen medizinischen Behandlung mit anschließender Frischwasserzufuhr genutzt werden.

Die Aufzucht von Jungfischen und insbesondere L-Welsen erfordert die Gabe einer relativ großen Menge hochwertigem Futter. Schwimmen die Jungfische frei im Becken mit den Elterntieren, bekommen sie häufig nicht genügend Futter ab und der Zuchterfolg fällt nur mäßig aus. Um möglichst viele Tiere durchzubekommen, ist es sinnvoll, sie in einem kleineren Behälter gezielt zu füttern. Ein einfacher Einhängekasten (EHK) ohne aktive Filterung wie z.B. ein Guppy-Aufzuchtkasten verschmutzt dann sehr schnell, das Futter gammelt und schimmelt. Die Wasserqualität verschlechtert sich schnell für die empfindlichen Jungfische. Hier ist dann ein recht hoher Pflegeaufwand notwendig.

Abhilfe schafft hier eine aktive Filterung im Einhängekasten. Das Wasser im EHK wird 20-30 mal in der Stunde komplett ausgetauscht, Mulm und Futterreste wandern an die Filterschwämme und werden dort wie auch in anderen Mattenfiltern biologisch abgebaut. So kann eine recht große Menge Jungfische auf kleinem Raum ad libitum gefüttert werden. Wir ziehen beispielsweise in unserem großen Aufzuchtkasten regelmäßig bis zu 100 Ancistren bis zur Größe von 2-2,5 cm groß.

EHK Aufzuchtkasten Wasserfluss

Nicht nur für besonders empfindliche Arten kann die separate Luftleitung genutzt werden, die das Wasser im Kasteninnenraum mit zusätzlicher Frischluft versorgt und für eine zusätzliche lokale Wasserbewegung sorgt. Hierzu ist entweder eine zweite Membranpumpe notwendig, oder die Verwendung eines T-Stückes in der vorhandenen Luftzuleitung.

Ein weiterer Vorteil unseres Schwimmenden Aufzuchtkastens ist, dass er bei einem Wasserwechsel des Elternbeckens mit dem sinkenden Wasserpegel mitschwimmt. Im Gegensatz zu einem Kasten, der an einer Aquarienwand befestigt ist, fällt unserer nicht trocken, natürlich einen normalen Teilwasserwechsel von etwa 30 % vorausgesetzt.

Essentiell wichtig für das Wohlbefinden der Jungfische ist auch die Möglichkeit sich verstecken zu können. Unsere EHKs erlauben eine gewisse Zuladung in Form von kleinen Höhlen, Röhren, Rinderunterschlüpfen oder Blätterverstecken.

Hier nochmal die wesentlichen Vorteile unseres Ablaichkastens:

  • schwimmt im Aquarium und bedarf keinerlei Aufhängung
  • mit wenigen Handgriffen einfach und komplett zerlegbar für eine optimale Reinigung
  • eigenes Filtersystem sowie separate Luftversorgung
  • Tarierung erlaubt auch zusätzliche Gewichte wie z.B. Tonhöhlen als Verstecke
  • kein Verstopfen von Gaze-Grenzflächen
  • Filter können im laufenden Betrieb gewechselt werden, während die Fische im Einhängebecken verbleiben

Daten EHK Aufzuchtkasten klein:

Inhalt: ca. 2,4 l
Außenmaße: ca. 23,5 x 13,5 x 12 cm (LxBxH)
nutzbare Fläche: ca. 11 x 11 cm
mögliche Zuladung: ca. 200 g

Daten EHK Aufzuchtkasten groß:

Inhalt: ca. 5,6 l
Außenmaße: ca. 30,5 x 17 x 15,5 cm (LxBxH)
nutzbare Fläche: ca. 19 x 15 cm
mögliche Zuladung: ca. 400 g

gültig für beide Modelle:
Luftrohr ∅ 5 mm (Anschluss über handelsüblichen 4/6 mm-Luftschlauch)
komplett montiert, inkl. Wechselfilterschwamm (gesamt 3 Filterschwämme)

Für den Betrieb genügt eine handelsübliche Luft-/Membranpumpe. Sollen beide Anschlüsse verwendet werden, wird eine Pumpe mit 2 Anschlüssen benötigt oder – bei nur 1 vorhandenen Anschluss – ein Verteilerstück (T-Stück).

Das liegt an den verschiedenen Tonchargen, die bei verschiedenen Ofenbrand-Temperaturen eine unterschiedliche Farbintensität bekommen. Aus Platz- und Zeitgründen kommt es vor, dass Rohware aus verschiedenen Tonen gemeinsam bei einer Temperatur gebrannt werden, wodurch manche Stücke heller, andere dunkler als der Durchschnitt werden. Auf die Qualität der Tonstücke hat dies jedoch keinen Einfluss, die Brenntemperatur liegt immer über 1050°C.

Iglu-Höhle Apistogramma

Igluhoehle Ton 14cm Eingang unten Ancistrus terracotta
PantaRhei Ast Form IV

Ja, wir haben nur echtes Moorholz aus deutschen Mooren. Wir wissen das deshalb ganz genau, weil wir die Wurzeln selber aus dem Moor (aus Torfabbaugebieten) holen. 🙂

Wir fertigen alle unsere Tonprodukte ausschließlich selbst in sorgfältiger Handarbeit an. Sie werden frühestens nach einer Trocknungszeit von 5-14 Tagen gebrannt. Wir verwenden ausschließlich schamottierte Steinzeugmasse, die bei ca. 1050-1100°C gebrannt wird. Dadurch bekommt die Keramik eine dichte Oberfläche. Es können sich somit keine Fremdstoffe einlagern (z.B. Medikamente nach einer Behandlung der Fische), und aus dem Ton können keine Bestandteile gelöst werden, da sie fest gebunden sind. Bei uns finden Sie garantiert keine importierten Tonwaren.

Besonderen Wert legen wir auf die saubere Verarbeitung der Höhlenränder, um Verletzungen der Fische durch unsere Höhlen auszuschließen.

Da es sich nicht um maschinell gefertigte Massenware handelt und auch die verschiedenen Tonchargen beim Vortrocknen unterschiedlich stark schrumpfen, kann es zu geringfügigen Abweichungen vom Sollmaß kommen.

Sollten Sie einen Tonartikel suchen, den wir nicht in unserem Programm haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Die Anfertigung individueller Höhlen zu bezahlbaren Preisen gehört zu unserem Tagesgeschäft. Die Lieferzeit würde in diesem Fall je nach Größe des Stücks ca. 2-3 Wochen betragen, bei sehr großen, dickwandigen Stücken ggf. auch etwas länger.

Hier finden Sie einige Grundinformationen zum Thema Wasserpflanzendüngung in relativer Kürze. Wer es gerne ausführlicher mag, folgt bitte den unten stehenden Links.

Wasserpflanzendüngung – Warum Düngen?

Grundsätzlich unterscheiden sich unsere mitteleuropäischen Wässer meist deutlich von denjenigen, in welchen die meisten als Aquarienpflanzen verwendeten Wasserpflanzen heimisch sind. Die Zusammensetzung ist i.d.R. so, dass nicht alle wichtigen Spurenelemente in den benötigten Mengen vorhanden sind, so dass es ohne Zufuhr eines Wasserpflanzendüngers relativ schnell zu einer Mangelversorgung kommt.

Schlechtes Pflanzenwachstum geht dabei oft einher mit unerwünschtem Algenwachstum. Das liegt daran, dass Algen als „niedere“ Wasserpflanzen mit weniger Spurenelementen auskommen als „höhere“ Wasserpflanzen und so bei Spurenelementmangel einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem eigentlichen Pflanzenbewuchs haben.

Algenwachstum

Hier hilft nur konsequenter wöchentlicher Teilwasserwechsel und gezielte Düngung mit einem Eisen- und Spurenelementdünger (für detailliertere Informationen siehe hier).

Wasserpflanzendüngung – Womit düngen?

Letztlich fußen Dünger auf in der Pflanzenernährung seit langem bekannten Nährlösungen, die je nach Einsatzzweck (ob in Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzte NPK-Dünger oder um in Gärtnereien und sonstige Kulturen eingesetzte Dünger) sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind. Ihnen gemeinsam ist neben Mineralien und Spurenelementen ein relativ hoher Gehalt an Stickstoff und Phosphat.

Das „normale“ bepflanzte Gesellschaftsbecken ist hingegen meistens bereits in ausreichender Menge, wenn nicht gar im Überfluss, mit diesen beiden Elementen versorgt.
Die Hauptquelle dafür ist das Fischfutter, welches über den Umweg des Tieres zumindest teilweise den Wasserpflanzen zugeführt wird. Diese Elemente sind daher in Wasserpflanzendüngern für Aquarien in aller Regel nicht erforderlich (Ausnahme sind stark pflanzendominierte, fischarme Aquarien). Die anderen benötigten Spurenelemente sind jedoch sehr oft Mangelstoffe, die zusätzlich zugeführt werden sollten, um einen stabilen, kräftigen Pflanzenwuchs zu erzielen und zu erhalten.
Gute Wasserpflanzendünger für Gesellschaftsaquarien wie beispielsweise das Fermendo-System sind daher frei von Stickstoff und Phosphor.

Wasserpflanzendüngung – Worauf achten?

  • Die Nitratwerte sollten zwischen Pflegemaßnahmen (Wasserwechseln) kontinuierlich sinken.
  • Die Phosphatwerte sollten ebenfalls zwischen den Pflegemaßnahmen (Wasserwechseln) kontinuierlich sinken.
  • Sinkende Werte von Nitrat und Stickstoff zeigen an, dass die zugeführten Nährstoffe von den Wasserpflanzen verbraucht werden.
  • Der Eisenwert sollte idealerweise nicht unter 0,1 mg/l (vor dem Wasserwechsel) fallen, leicht höhere Werte nach der Düngung sind für das System nicht schädlich.

 

Siehe hierzu auch:

Warum sollte man überhaupt düngen?

Worin unterscheidet sich das Wasser im Aquarium von dem in natürlichen Gewässern?

Wie setzt sich ein Wasserpflanzendünger zusammen?

Wie ist der Nährstoffbedarf der Wasserpflanzen und was ist die richtige Dosierung?

 

 

Hochwertigen Dünger für Aquarium und Teich findet Ihr hier: FERMENDO Wasserpflanzendünger

 

 

Trotz aller grundlegenden Erkenntnisse in der Pflanzenernährung und Pflanzenphysiologie stehen wir in der Aquaristik vor dem Problem, dass wir den tatsächlichen Bedarf an Spurenelementen eines Aquariums nicht vorhersagen können. Dies hat mehrere Ursachen:

1. Noch weitgehend fehlende Kenntnisse des konkreten Bedarfes einzelner Wasserpflanzen

Es gibt nur wenige veröffentlichte Angaben über Wuchsleistungen und Düngerbedarf von einzelnen Wasserpflanzenarten (Kasselmann 1999). Dies liegt wohl überwiegend daran, dass sich die Forschung der Pflanzenernährung überwiegend auf wichtige Kulturpflanzen konzentriert.

2. Komplexe Interaktionen verschiedener Wasserpflanzen im Aquarium

Viel wichtiger sind jedoch die Interaktionen einer Mischkultur von Wasserpflanzen (und Mikroben und Tieren) im Aquarium selbst. Es handelt sich dann nämlich um komplexe Systeme mit um Nährstoffe (und Licht) konkurrierenden Arten. Auch die Nachfuhr an „Makronährstoffen“ wie Stickstoff und Phosphat über das Fischfutter, die Beleuchtung, die Kohlendioxidversorgung und die Wasserqualität des Wechselwassers spielen eine Rolle und sind nicht genau vorhersagbar.

3. Wassertests

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verfügbarkeit von qualitativ ausreichenden Wassertests. Bis auf Testkits für Eisen und Kupfer sowie die Makronährstoffe Nitrat und Phosphat hat kaum ein aquaristischer Hersteller weitere Testkits in seinem Programm. Insofern ist der Aquarianer, wenn er nicht auf andere Produkte wie beispielsweise die sehr empfehlenswerten Tests der Fa. Macherey-Nagel GmbH & Co. KG aus Düren zurückgreift, auf die „üblichen“ im Zoofachhandel erhältlichen Tests und sein beobachtendes Auge angewiesen.

Daher sind grundsätzlich alle Dosierungsangaben (egal welchen Herstellers) lediglich als Richtwerte zu betrachten. Um dies zu verdeutlichen, sei eines der Test-Aquarien für den Fermendo-Dünger kurz beschrieben:

Beschreibung eines der Testbecken für den Fermendo-Dünger:

  • Volumen 1.600 l brutto, real etwa 1.400 l
  • Beleuchtung 2 x 250 W HQI, Beleuchtungszeit 12 h täglich, zusätzlich teilweise starker seitlicher Sonnenlichteinfall
  • Besatz: Regenbogenfische, Saugschmerlen, einige Panzerwelse, 85 Otocinclus, einige Hara hara. Insgesamt eher geringer Besatz.
  • Starke Bepflanzung mit dominierenden Vallisneria gigantea, Vallisneria spiralis, Crinum thaianum und Hygrophila polysperma, zusätzlich etwa 3/4 des Bodens mit Cryptocoryne x willisii, Cryptocoryne becketii, Cryptocoryne wendtii (verschiedene Varianten), Cryptocoryne parva, diversen Echinodorus, Anubias und Microsorium (auf Wurzeln).
  • Mäßige Zufuhr von Kohlendioxid (ca. 60 Blasen/Minute, damit vermeidet man biogene Entkalkung v.a. durch die Vallisnerien), eingebracht über einen 30 cm langen Flipper.
  • Wasserwerte: GH 17, KH 9 (etwas schwankend), pH 8,5, Nitrat im Durchschnitt zwischen 25 und 40 mg/l schwankend, Tendenz zwischen den Wasserwechseln sinkend, Phosphat 0,1 – 0,25 mg/l schwankend.
  • Wöchentlicher Wasserwechsel etwa 25 % mit Ausgangswasser 50 mg/l Nitrat und mehr als 2 mg/l Phosphat.

Dieses Aquarium wurde bis zum Beginn der Testphase mit einem reinen Eisendünger gedüngt und der Eisenwert auf etwa 0,1 mg/l gehalten. Nach Beginn der Düngung mit Fermendo-Wasserpflanzendünger wurden teilweise täglich die Eisenwerte gemessen, dabei die Zuwachsleistungen der Wasserpflanzen abgeschätzt und die Dosierung entsprechend angepasst.

Ergebnis:
Bei den gegebenen Voraussetzungen wurde die Düngung kontinuierlich auf die 5-fache Menge der durchschnittlich empfohlenen Dosierung an Fermendo in täglicher Dosierung angehoben, um einen stabilen Eisenwert von 0,1 – 0,25 mg/l dauerhaft zwischen den Wasserwechseln zu gewähren. Die Nitrat- und Phosphatwerte sinken zwischen den Wasserwechseln, was auf insgesamt zehrende Nährstoffbedingungen hinweist. Die Zuwachsleistung an Wasserpflanzen ist schwieriger abzuschätzen (zu messen), grob geschätzt ist seit Beginn der Düngung die Zuwachsleistung um etwa 30 % gestiegen. Mangelsymptome an den Wasserpflanzen sind nicht vorhanden.

Insgesamt betrachtet kann man trotz aller Einschränkungen der Messergebnisse auch mit im Zoofachhandel erhältlichen Wassertests Interpretationen und Abschätzungen des Nährstoffbedarfes eines Aquariums erhalten:

1. Die Nitratwerte sollten zwischen Pflegemaßnahmen (Wasserwechseln) kontinuierlich sinken.

2. Die Phosphatwerte sollten ebenfalls zwischen den Pflegemaßnahmen (Wasserwechseln) kontinuierlich sinken.
Beide (sinkenden) Werte zeigen an, dass das Aquarium sich insgesamt in einem nährstoffzehrenden Zustand befindet, d.h. dass durch die Aktivität der Wasserpflanzen ausreichend Nährstoffe verbraucht werden und die Stoffkreisläufe vereinfacht ausgedrückt als weitgehend geschlossen und funktionierend zu werten sind.

3. Der Eisenwert sollte idealerweise nicht unter 0,1 mg/l (jeweils vor dem Wasserwechsel) fallen, leicht höhere Werte nach der Düngung sind für das System nicht schädlich.

Interessanterweise spielen unter solchen Rahmenbedingungen auch immer noch „recht hohe“ Werte für Nitrat (im Testbecken von 25-40 mg/l) keinerlei Rolle in Bezug auf den Algenwuchs, dieses Becken ist weitgehend algenfrei (natürlich sind die aufwuchsfressenden Fische zu berücksichtigen). Auch die hohe Lichtmenge mit teilweise direktem seitlichen Sonnenlichteinfall ist nicht in der Lage, sichtbaren Algenwuchs zu verursachen.

 

Quellenangaben:
Kasselmann, C. (1999): Aquarienpflanzen. – 2. Auflage Stuttgart (Ulmer)

 

Testet FERMENDO jetzt – auch in kleinen Gebindegrößen erhältlich!

Achtung, jetzt wird es etwas „trocken“ 🙂 :

Letztlich fußen Dünger auf in der Pflanzenernährung seit langem bekannten Nährlösungen. Je nach Einsatzzweck (ob in Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzte NPK-Dünger oder um in Gärtnereien und sonstige Kulturen eingesetzte Dünger) sind sie jedoch sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Ihnen gemeinsam ist, dass sie die Aufgabe haben, eine kontinuierliche Versorgung mit den erforderlichen Nährstoffen zu gewährleisten. Schon 1840 zeigte der Gießener Chemiker JUSTUS v. LIEBIG (1803-1873) in seiner Arbeit „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“ die Bedeutung der mineralischen Bestandteile, die von der Verwesung von Pflanzen- und Tierresten herrühren. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Pflanzen die Bestandteile Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff im Überfluss finden, so dass die Zuführung dieser Stoffe durch Düngung überflüssig sei. KARL SPRENGEL erbrachte des weiteren den Nachweis, dass bestimmte, wenn auch äußerst geringe Mengen mineralischer Bestandteile für das Leben und Gedeihen von Pflanzen ebenso wichtig sind.

Die erste synthetische Nährlösung stellte J. v. SACHS in Zusammenarbeit mit dem Chemiker J. A. STÖCKHARDT her. Sie enthält auf 1000 ml Wasser: 1 g Kaliumnitrat, 0,5 g Calciumsulfat, 0,4 g Magnesiumsulfat, 0,5 g Calciumhydrogenphosphat und eine Spur Eisen-(III)-chlorid.
(mehr …)

Der Lebensraum Aquarium unterscheidet sich in zwei Punkten sehr deutlich von natürlichen Gewässern:

1.    Wasservolumen

Das zur Verfügung stehende Wasservolumen ist bezogen auf die Menge der gepflegten Organismen (Mikroben, Pflanzen, Tiere) immer erheblich geringer als in natürlichen Gewässern. Jeder dieser Organismen nimmt Stoffe aus dem Wasser auf und gibt andererseits auch wieder Stoffe ans Wasser ab. Auch das zugegebene Fischfutter und seine Zusammensetzungen sind zu berücksichtigen. Dies zieht sehr schnell Ungleichverteilungen in der Verteilung der Nährstoffe nach sich, Spurenelemente, die vor allem die Pflanzen benötigen, verringern sich meist schnell und es kommt zur Erhöhung vor allem der Werte für Nitrat und Phosphat.
Eine dauerhafte Versorgung mit Spurenelementen ist für die Wasserpflanzen dann nicht mehr gewährleistet.

2.    Wasseraustausch

Der zweite wichtige Unterschied ist der in natürlichen Gewässern kontinuierliche Austausch des Wassers. Dabei handelt es sich natürlich nicht um „Frisch“wasser im Sinne von Leitungswasser, sondern selbst wieder um biologisch „bearbeitetes“ und „aufbereitetes“ Wasser. Wichtig sind dabei zwei Faktoren:  1. Die Abfuhr von überschüssigen Nährsalzen und 2. die kontinuierliche Nachlieferung der erforderlichen Spurenelemente. Beide sind in natürlichen intakten Gewässern grundsätzlich gegeben, dies gilt unabhängig sowohl für Fließgewässer als auch für stehende Gewässer (bei letzteren in Zusammenhang mit dem Wasservolumen).

Letztlich ist die Kontinuität der Nährstoff- und Spurenelementversorgung der wichtigste, für den Aquarianer zu beachtende Punkt, damit Schwankungen in der Versorgung der Wasserpflanzen nicht auftreten oder sich innerhalb geringer Grenzen bewegen. Das ideale Aquarium wäre demnach ein Durchflussaquarium mit einem kontinuierlichen Wasserwechsel und zusätzlich einer kontinuierlichen Zufuhr aller erforderlichen Spurenelemente mittels Dosierpumpen.

Diese aufwendige Technik ist in der Riffaquaristik mit stark an Spurenelementen zehrenden korallendominierten Aquarien schon seit längerem bekannt und setzt sich mehr und mehr für die Pflege und Vermehrung anspruchsvoller Korallenarten, vor allem Steinkorallen durch.
Im Süßwasser-Aquarium ist die Situation grundsätzlich ähnlich, jedoch nehmen Wasserpflanzen leichte Schwankungen in der kontinuierlichen Nährstoffversorgung weniger übel als Steinkorallenarten im Meerwasser. Dennoch gilt grundsätzlich, je häufiger ein Austausch des Wassers erfolgt und je kontinuierlicher die Versorgung mit Spurenelementen ist, desto sicherer ist der Erfolg bei der Kultur und Pflege von Wasserpflanzen.

 

Siehe hierzu auch: Wie setzt sich ein Wasserpflanzendünger zusammen?

 

Unser mitteleuropäisches Wasser unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung oft deutlich von tropischen Gewässern. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es das mitteleuropäische Wasser nicht gibt, sondern je nach Region z.T. erhebliche Unterschiede in der Härte und der Zusammensetzung bestehen. Etwas verallgemeinernd lässt sich jedoch feststellen, dass mitteleuropäische Wässer einen erhöhten Anteil an Calcium und Magnesium aufweisen, Kalium sehr oft hingegen nur in geringen Mengen vorhanden ist. Von den Pflanzen benötigte Spurenelemente sind sehr oft im Leitungswasser nicht oder nur in Spuren vorhanden, die im Aquarium schnell von den Wasserpflanzen verbraucht werden.

Aus diesem Grunde wird man bei bepflanzten Aquarien eine zusätzliche Zufuhr der benötigten Spurenelemente vornehmen müssen, um einen kräftigen, gesunden Pflanzenwuchs zu erreichen und gleichzeitig unliebsamen Aufkommen von Algen vorzubeugen.

Die Einlaufphase eines Aquariums

Nach einer Einrichtung eines Aquariums stellt man in aller Regel fest, dass zu Anfang die Wasserpflanzen sehr kräftig wachsen und einen vitalen Eindruck machen. Je nach Einrichtung (z.B. mit Bodengrundzusatz), verwendeten Bodengrund und dem Ausgangswasser kann diese Phase ohne zusätzliche Düngung durchaus bis zu 4 Monaten, manchmal auch länger, betragen. Regelmäßiger wöchentlicher Wasserwechsel kann diese Phase verlängern.
Später wird man jedoch feststellen, dass zuerst sehr anspruchsvolle Pflanzen wie die Haarnixe (Cabomba caroliniana) oder die Kleine Ambulie (Limnophila sessiliflora) nicht mehr so gut wachsen und einen kränkelnden Eindruck machen. Spätestens dann ist der Zeitpunkt erreicht, wo mit dem Wasserwechsel und dem Fischfutter nicht mehr alle von den Pflanzen benötigten Spurenelemente in ausreichender Menge dem Aquarium zugeführt werden.

Bei Algenproblemen düngen?

Beginnt man zu diesem Zeitpunkt nicht mit einer zusätzlichen Düngung des Aquariums, ist das Aufkommen von Algen, allen voran Bart-, Pinsel- und Fadenalgen, regelrecht vorprogrammiert. Diese „niederen“ Pflanzen sind nämlich im Unterschied zu den „höheren“ Wasserpflanzen in der Lage, mit weniger Spurenelementen auszukommen und sie nutzen dann Löcher in der Nährstoffversorgung aus, um sich dauerhaft im Aquarium zu etablieren.

Fadenalge

Führt man bei solchen Aquarien eine genauere Messung der Wasserwerte durch, so stellt man sehr oft Eisenmangel (Fe = 0 mg/l oder nur in Spuren nachweisbar), einen Phosphatüberschuss (Werte von 3-5 mg/l sind keine Seltenheit) und manchmal auch (bei vernachlässigten Wasserwechseln) einen Nitratüberschuss (Werte von bis zu einem Mehrfachen von 50 mg/l kommen vor) fest. Die oftmals dann schnell geäußerte Diagnose, Phosphat- und Nitratüberschuss, also eine Überdüngung des Aquariums, ist jedoch unrichtig, denn ursächlich für die Wuchsprobleme bei Pflanzen ist eher der Eisen- und im weiteren Sinne Spurenelementmangel, der die „höheren“ Wasserpflanzen an einer effektiven Verarbeitung des Phosphates und des Nitrates hindert. Manches mal hört man auch Empfehlungen wie weniger Beleuchtung des Aquariums oder den Austausch der Leuchtstoffröhren, diese sind aber inhaltlich nicht richtig. Ohne eine Lösung des Versorgungsproblems der Wasserpflanzen wird der Aquarianer keine Lösung für Probleme mit unerwünschtem Algenwachstum oder schlechtem Wuchs der Wasserpflanzen erreichen.

Mit Beginn von regelmäßigen und durchaus größeren Wasserwechseln von 30 % wöchentlich und einer Eisen- und Spurenelementdüngung stellt man nach einigen Wochen fest, dass die Wasserpflanzen wieder einen vitaleren Eindruck machen und die Algen sich nicht mehr so schnell vermehren und ausbreiten. Ab diesem Punkt kann man mit der Nachpflanzung (bei Erfordernis auch Neubepflanzung) zuerst einiger sehr wüchsiger Arten (meist Stengelpflanzen wie Wasserpest, Haarnixe, Indischer Wasserstern etc.) beginnen. Diese bauen effektiv Phosphate und Nitrate ab und bringen so das Aquarium wieder „ins Lot“. In der zweiten Phase ist dann auch die Nachbepflanzung langsam wüchsigerer Arten wie manche Wasserkelche (Cryptocoryne spec.) oder Amazonas-Schwertpflanzen (Echinodorus spec.) mit Erfolg durchführbar.

Siehe hierzu auch: Vergleich von natürlichen Gewässern und Aquarienwasser

Mit folgender Formel können Sie das einfach berechnen:

L x T x H x 1,5

L = Beckenlänge
T = Beckentiefe
H = gewünschte Höhe Bodengrund
1,5 = Faktor Schüttgewicht GRANOFLOUR® Natursand

Beispiel:
Beckenlänge = 60 cm
Beckentiefe = 40 cm
gewünschte Höhe Bodengrund = 4 cm

60 cm x 40 cm x 4 cm x 1,5 = 14,4 kg

Sie benötigen also ca. 14-15 kg.

Oder Sie nutzen einfach unseren Sandmengen-Kalkulator.

Nein, unseren Erfahrungen nach kann der Natursand von Granoflour® auch bei Panzerwelsen bedenkenlos verwendet werden. Wenn Sie dennoch unsicher sind und sich lieber selbst ein Bild (bzw. Gefühl) von unserem Sand machen möchten, fragen Sie uns einfach nach einer kostenlosen Probe!

Der Natursand von Granoflour® kann in Garnelenbecken bedenkenlos verwendet werden.

Ja, das ist vollkommen unproblematisch. Es findet keine Beeinflussung statt.

Nein, alle unsere Natursande sind wasserneutral. Sie beeinflussen die Wasserwerte nicht, also auch weder die Härte noch den pH-Wert.

Nein, jedenfalls nicht in solchen Mengen, dass sich dies auf Wirbellose auswirken könnte. In geringen Mengen ist auch für diese Kupfer lebensnotwendig, doch ist es eben die Menge, die etwas toxisch macht oder eben nicht. Hier eine genauere Erläuterung:

Die Kölner Universität z.B. verwendet seit über 30 Jahren Messing in ihren Versuchsanlagen und hat daher exzellente Erfahrungen mit diesem verwandtenWerkstoff. Es gibt unter Süßwasserbedingungen keine Art von Korrosion, mithin keine größeren Formen von „Löslichkeit“. Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, somit vergleichbar mit Bronze, die ja bekanntlich aus Kupfer und Zinn besteht. Natürlich können wir nicht ausschließen, dass sich einzelne Metallionen aus Legierungen lösen, aber wenn es keine größere Korrosion gibt, dann kann die Menge nur als absolut marginal betrachtet werden, wenn überhaupt vorhanden. Des Weiteren wird dieser Sinterbronze-Diffusor auch seit einigen Jahren von jemanden verwendet, der ebenfalls Einhänge-Aufzucht-Kästen produziert, hauptsächlich für L-Welse. Auch bei diesen – zumeist auch noch unter niedrigen pH-Werten betriebenen – Becken gab es noch nie Anzeichen, die auf eine stärkere Lösung von Metallionen hindeuten würden.

Die Antwort lautet also klar „nein“. Wir sind uns sicher, dass es hier keine Beeinflussung gibt, sonst würden wir als verantwortungs-bewusste Biologen so etwas auch nicht für die Aquaristik anbieten.

Im Übrigen gehören sowohl Zinn als auch Kupfer und Zink zu den notwendigen Spurenelementen, nicht nur für Pflanzen. Viele dieser Spurenelemente sind gleichzeitig auch toxisch, abhängig von der Konzentration (Paracelsus). Und die Diskussion Dünger – Garnelen, um nur ein Beispiel zu nennen, erbrachte, dass man ein ganze Flasche kupferhaltigen Dünger in ein 100 l Aquarium kippen müsste, um in einen Bereich zu kommen, der annähernd an Konzentrationen heranreicht, die Garnelen Unwohlsein verursacht.

Nein, auf keinen Fall sollten Sie diese abkochen, mit heißem Wasser abwaschen oder feste mit der Bürste schrubben! Damit zerstören Sie die bereits biologisch aufbereitete Oberfläche der Wurzel! Der zuvor entstandene und nun zerstörte Biofilm muss nun im Aquarium abgebaut und ein neuer Biofilm gebildet werden, was zu einer verstärkten Sauerstoffzehrung im Aquarium führt. Das wiederum kann Ihren Tieren Probleme bereiten, wenn das Verhältnis Wurzeloberfläche – Wassermenge den Sauerstoffgehalt betreffend ungünstig wird.

Also bitte einfach nur unter kaltem oder höchstens handwarmem Wasser abwaschen. Torfreste können mit Hilfe einer Bürste vorsichtig entfernt werden, dabei aber bitte nicht zu feste alles abschrubben.

Eine handelsübliche Membran- oder andere Luftpumpe, Luftschlauch und eventuell ein regelbares T-Stück/einen Verteiler, um beide Luftrohre anschließen zu können.

Nein, unser Aufzuchtkasten ist komplett freischwimmend konzipiert, d.h. er trägt sich selbst (solange die maximale Zuladung nicht überschritten wird).

Die Länge des Luftschlauchs bestimmt dann den Bewegungsradius im Aquarium, so dass Sie damit die Lage des Kastens im Becken ein wenig bestimmen können.

Nicht bei einem üblichen Wasserwechsel. Der Kasten schwimmt mit dem Wasserpegel mit (solange der Luftschlauch lang genug ist…). Trocken fällt er nur, wenn das Becken komplett leer läuft oder der Luftschlauch zu kurz ist, so dass er in der Luft hängen bleibt. Also auf ausreichende Schlauchlänge achten und Becken nicht leerlaufen lassen…

Das sind Spuren des Schamott-Steins des Brennofens. Schädlich ist das nicht. Einfach nur kurz abwischen/abbürsten, falls es optisch stören sollte.