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Hier möchte ich die ersten
Bilder von meinen Hemiloricaria teffeana präsentieren.
Im Januar 2004 habe ich insgesamt 6 halbwüchsige Tiere von
Martin Grimm aus Leipzig bekommen. Sie kamen bei mir in ein Artbecken,
eingerichtet mit einen Sandboden, eine Reihe von Röhren und
Moorkienholz sowie jede Menge Buchenblätter. Betrieben wird
das Becken nur mit Regenwasser. Demnach tendiert die Härte
gegen 0, der pH liegt im Bereich von etwa 6,5 und die Temperatur
zwischen 26 und 28 °C. Das Becken wird über einen HMF mit
Lufthebern gefiltert. Gefüttert wird mir Frostfutter, vor allem
Roten Mückenlarven, aber auch hin und wieder WelsTabs.
Nachdem die Welse insgesamt über ein Jahr in dem Becken waren
ohne irgendwelche Anzeichen sich zu paaren, begann auf einmal im
Februar 2005 ein wahrer Ablaichmarathon. Inzwischen wurden innerhalb
von rund 10 Wochen von mindestens zwei Paaren 18 Gelege produziert.
Erste Bilder der Ei- und Larvalentwicklung kann ich hier präsentieren.
Hier einer der Böcke auf den Eiern.
In der mittleren Röhre sitzt ein Bock auf Eiern von zwei verschiedenen
Weibchen. Das Ablaichen vor etwa 2 Tagen war in der Tat mit 2 Weibchen
und eben diesem Bock. In der rechten Röhre erkennt man ebenfalls ein Männchen, das Weibchen ist auch in der Röhre
(schlecht zu erkennen) und es kommt gerade wiederum zum Ablaichen.
Die Pausen für ein Männchen zwischen zwei Gelegen sind
extrem kurz, z.T. noch nicht mal einen ganzen Tag.
Bereits 2 Tage nach dem Schlupf ist vom Dottersack fast nichts
mehr zu erkennen. Die Larven haben dann etwa eine Länge von
rund 1 cm. Die Aufzucht der Larven gestaltet sich bisher nicht ganz
einfach. Der Versuch, die Larven im Becken der Alten zu belassen,
muß bisher als gescheitert angesehen werden. Bisher konnten
dort noch keine Larven gesichtet werden, die älter als 3-4
Tage sind. Sie scheinen dort keine Chance zu haben, obwohl viel
Mulm etc. vorhanden ist und somit genügend Nahrung im Mikrofaunabereich
erreichbar sein sollte. Ich vermute sie verhungern, weil sie zu
wenig oder nicht die richtige Nahrung finden.
Erste Versuche, die Larven in einem Aufzuchtkasten im Becken der
Alten aufzuziehen, zeigen wesentlich bessere Erfolge. Gefüttert
wird dort mit Artemia-Larven. Nach etwa 12 Tagen haben die jungen
Hexen eine Größe von rund 2,5 cm und machen einen wirklich
stabilen Eindruck. Auch wenn immer mal wieder einzelne Tote zu beklagen
sind, halten sich die Verluste dabei in Grenzen.
Unterschiedlich große Larven im Aufzuchtkasten (deshalb ein
wenig verschwommen). Die kleinste Larve am Holz oben rechts mißt
etwas über 1 cm, während der große Jungfisch bereits
runde 2,5 cm lang ist. Und wie auch bei dem etwas kleineren Jungfisch
links unten am Holz zu erkennen ist, wird bereits mit einer Länge
von rund 2 cm das verlängerte obere Schwanzfilament ausgebildet.
Das Wachstum der Jungen ist enorm! In den ersten rund 4 Wochen
wuchsen die Larven auf ca. 5 cm heran. Dies entspricht einer durchschnittlichen
Wachstumsrate von etwa 1,5 mm am Tag. Mit dieser Größe
wurde die Tiere ins große Becken zu den Adulten entlassen.
Hier wuchsen sie in den folgenden ca. 4 Wochen bereits auf über
6 cm heran, ein immernoch erstaunliches Wachstum, wenn es auch mit
durchschnittlich etwa 0,3-0,4 mm deutlich langsamer war als in den
ersten Wochen. Aber jetzt legen die Tiere auch deutlich mehr an
Masse zu, aus den zunächst "nur Langen" wurden inzwischen
richtige, schmucke Hexenwelse, die, bis auf den "dicken Bauch"
der Alten, in Form und Farbe nicht mehr von diesen zu unterscheiden
sind. Inzwischen habe ich alle Larven ins große Becken der
Adulten entlassen, auch die letzten kleineren. Alle Größenstufen
von etwa 2,5-6 cm und natürlich die Adulten tummeln sich nun
im Becken, wo sie sich anscheinend inzwischen ausreichend mit Nahrung
versorgen können. Die bisherige Fütterung mit Artemien
werde ich in den nächsten Tagen versuchen vollständig
auf Frostfutter umzustellen.
Einen ausführlichen Zuchtbericht findet Ihr in der Aquarienzeitschrift "Amazonas" Nr. 24, Juli/August 2009, S. 52-55
© Jost Borcherding
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